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      Justus Georg Schottel
latinisiert: Schottelius
geb. 23.6.1612 Einbeck
gest. 25.10.1676 Wolfenbüttel

Biographie

Justus Georg Schottel war Pfarrerssohn und besuchte die Lateinschule Hildesheim, das Akademische Gymnasium in Hamburg, bevor er in Leiden und Wittenberg Jura studierte. An der Universität Helmstedt promovierte er 1646 schließlich zum Doktor beider Rechte.

Doch schon vorher (1638-46) war er von Herzog August von Braunschweig und Lüneburg zum Erzieher seiner Kinder ernannt worden; auch anschließend blieb er als höherer Hofbeamter (Hofgerichtsassessor, Hof- und Konsistorialrat) in Wolfenbüttel dem Braunschweigisch-Lüneburgischen Hof verbunden.

In Wolfenbüttel schrieb er, der es allmählich zu Wohlstand brachte und zweimal verheiratet war, alle seine Bücher (wobei ihm die berühmte Herzog-August-Bibliothek zugute kam). Sein philologisch-poetologisches Programm legte er schon früh in drei Schriften nieder (Teutsche Sprachkunst, 1641; Der Teutschen Sprache Einleitung, 1643; Teutsche Vers- oder ReimKunst, 1645), auf denen sein Hauptwerk Ausführliche Arbeit von der Teutschen Haubt-Sprache (1663) basiert. Es ging ihm darum, die deutsche Sprache in ihren Gesetzmäßigkeiten zu erfassen und durch Reinigung von fremden Einflüssen zu neuem Ansehen zu bringen. Seine sprachtheoretische und grammatikalische Arbeit bestimmte seine Poetik: Experimente, welche die wissenschaftlich erkannten Möglichkeiten der Sprache - etwa der Wortbildung - erproben.

Schottel war Mitglied der »Fruchtbringenden Gesellschaft« (als »Der Suchende«) und des »Pegnesischen Blumenordens« (als »Fontano«).

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