



|
|
Frauenlob (d.i. Heinrich
von Meißen)
geb. zwischen 1250 und 1260 in Meißen
gest. am 29.11.1318 in Mainz
Biographie
Heinrich von Meißen stammt aus einer bürgerlichen Familie. 1278 befand er sich im Herr Rudolfs von Habsburg und trat kurz vor der Schlacht auf dem Marchfelde zum ersten Mal als Dichter hervor.
Ab 1275 Wanderungen durch Bayern, Kärnten, Tirol; häufig aber auch an norddeutschen Höfen (Brandenburg, Mecklenburg, Rügen).
Ab 1312 Aufenthalt in Mainz. Im Mainzer Dom beigesetzt.
Wurde schon zu Lebzeiten verehrt. Gilt als der "letzte Minnesänger" und als einer der zwölf Meistersinger. Soll in Mainz um 1315 die erste Meistersingerschule gegründet haben.
3 Leiche: Marienleich, Kreuzleich, Minneleich
13 Minnelieder:
Obwohl bürgerlicher Herkunft, bekennt er sich zu ritterlicher Gesinnung und Lebensart als den überlieferten Werten, die den Frauen die Wahl des Mannes nahelegen soll.
448 Spruchstrophen, meist in Dreiergruppen:
Religion, Moral, Fürstenpreis, Ständekritik; manche Zuschreibung
zweifelhaft.
Große Gelehrsamkeit und gesteigertes Selbstbewusstsein. Formale
Virtuosität, schwere, oft gesuchte Ausdrucksweise.
Absage an Walther von der Vogelweide, Anklänge
an Konrad von Würzburg (Klagespruch auf dessen
Tod).
Werke im Original
|