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Gottfried von Straßburg
geb. um 1180 (nach anderen Quellen um 1165) gest. um 1215 (dichterisches Schaffen um 1205-20) Biographie Bürgerlichen Standes, vielleicht Geistlicher; gelehrte Bildung (Französisch, Latein); über sein Leben ist fast nichts bekannt. Große Nachwirkung; mehrere Dichtungen fälschlich unter seinem Namen verbreitet. Tristan und Isolt (um 1210, unvollendet): Quelle: anglo-normannische Tristandichtung des Thomas von Britanie (um 1170, Bruchstücke). Inhaltlich enger Anschluß an die Vorlage; klarere Gliederung; Tilgung der Mängel und Widersprüche; Meidung von Derbheiten; Vergeistigung, Veredelung. Einziger höfischer Stoff mit tragischem Ausgang. Liebe als Herrscherin über alle Sitte, höchstes irdisches Glück und Ursache tiefsten Leides. Tristan das Ideal höfischer Bildung. Sprache: melodisch, zierlich, brillant; maßvolle Rhythmik; vollendete Verskunst; Prolog in 11 vierzeiligen Strophen. Systematische und logische Denkweise; viele Bilder aus der lateinischen Literatur. Spruch vom gläsernen Glück: Warnung vor der Jagd nach dem flüchtigen Glück. Spruch über "Mein und Dein": gegen die Habsucht Werke im Original
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