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      Neithard (od. Neidhard) von Reuental
geb. um 1190
gest. um 1245

Biographie
"Reuental" ist wahrscheinlich ein angenommener Name; Vom Lebenslauf des bayerischen Ritters ist wenig bekannt. Man kann seinen "Kreuzliedern" entnehmen, daß er wohl unter Herzog Otto II. am Kreuzzug 1228 teilgenommen hat. Später ist er am Hof Friedrichs II. von Österreich beurkundet.

Neidharts Dichtung ist am höfischen Minnesang geschult (Walther, Reinmar, Morungen); Anknüpfen an die volkstümliche Tradition, mimisches Element, allegorische Figuren. Dörperlyrik: Kontrast zwischen dem bäurischen Inhalt und der höfischen Form. Schöpfer des ländlichen Tanzlieds.

1. Sommerlieder:
einfache Strophenformen, Tanz- und Liebeslust des Bauernmädchens, jahreszeitlicher Eingang, bäuerlicher Hauptteil (meist Dialog, zwischen Mutter und Tochter).

2. Winterlieder:
Formale Dreigliederung: 2 Stollen und Abgesang. Winterklage oder Liebesklage als Eingang, dann Tanz und naturalistische bäuerliche Streitszenen. Neidhart selbst als handelnde Figur; Erlebnisgehalt, bauernfeindliche Satire, Ironie, bewußter Effekt. Große Wirkung bis ins 16. Jh., Vorbild für die Bauernsatire; viele Nachahmungen unter seinem Namen; Entgegnungen auf seine bauernfeindlichen Ausfälle (Trutzstrophen).

Werke im Original


     
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