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Der Tannhäuser
geb. um 1205
gest. um 1267
Biographie
Der Tannhäuser war vermutlich ein ostfränkischer Ritter und könnte aus Thannhausen bei Freystadt in der Oberpfalz stammen. Er nimmt 1228-29 am fünften Kreuzzug Friedrichs II. teil. Danach unstetes Leben als fahrender Sänger. 1237 tritt er als Hofdichter in die Dienste Herzog Friedrichs des Streitbaren von Österreich. Nach dessen Tod 1246 wieder auf Wanderschaft, die sich noch bis 1266 verfolgen lässt; bald darauf dürfte er gestorben sein.
Überliefert sind zum einen kunstvolle, höfische Tanzlieder, zum andern aber realistisch anmutende, oft parodistisch überzeichnete Liebeslieder in der Art Neitharts von Reuental. Beim Tannhäuser allerdings ist die Angebetete keine Schöne vom Land, sondern eine junge Dame von Adel.
Tanzleiche: höfischer Eingang und ländliche Tanzschilderung, Kontrastwirkung
Tanzlieder in volkstümlicher Art
Minnelieder: parodistische Übertreibungen
Sprüche über eigene Erlebnisse und Anschauungen: Lebensnähe,
Humor, Gelehrsamkeit, Fremdwörterei
Werke im Original
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