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Wernher der Gartenaere
Biographie
Hinter diesem Namen verbirgt sich vermutlich ein fahrender Sänger, der in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts lebte. Über Person und Herkunft ist nichts Näheres bekannt.
Meier Helmbrecht (zw. 1250 und 1280, 1922 Verse)
Haltlose bäuerliche Jugend gelüstet es nach ritterlicher Tracht und Lebensweise. Bauernsohn wird Gefolgsmann eines Strauchritters, verkommt, wird gefangen, gerichtet, vom väterlichen Hof verstoßen, gehängt.
Dorfgeschichte; realistisch, packende Darstellung. Einfluss Neitharts. Auflösung der mittelalterlichen Ständeordnung; Würde und Selbstbewusstsein des bäuerlichen Helden.
Der Weinschwelg (nach 1250, 416 Verse)
Monolog eines Trinkers, der in wachsendem Rausch die Macht des Weins grotesk-dithryambisch und höfisch-parodistisch preist.
Die böse Frau (nach 1250, 820 Verse)
Höfischer Ton und naturalistischer Inhalt. Ich-Erzählung: derb-handgreifliche Leiden eines Mannes durch gewalttätige Ehefrau.
Der Busant (um 1300, nördl. Elsaß, 1074 Verse)
Höfisch-abenteuerliche Entführung, Trennung, Wiedervereinigung fürstlicher Liebender.
Frauentreue
Der Schüler von Paris
Das sentimentale Motiv des kaum geheilten Liebenden, dem in der Minne die Wunde aufbricht, so dass er stirbt. In "Frauentreue" ritterlich, hier bürgerlich gewendet.
Der Wiener Meerfahrt von dem Freudenleeren (706 V.)
Zechende Bürger bilden sich ein, zu Schiff ins heilige Land unterwegs zu sein, werfen streitend einen Mißliebigen über Bord - aufs Pflaster.
Zahllose weitere Schwänke. Beständiges Wachsen und Vergröbern dieser Gattung im ausgehenden Mittelalter bis zu den Schwankbüchern des 16. Jhd.
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