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Wolfram von Eschenbach
geb. um 1170 in Eschenbach/Mittelfranken
gest. nach 1217 ebenda
Biographie
Fränkischer Ritter, aus Eschenbach bei Ansbach; im Dienste der Grafen
von Wertheim, dann bei Landgraf Hermann von Thüringen (zusammen mit
Walther von der Vogelweide).
Wolfram stammt aus einem ritterlichen Ministerialengeschlecht, ist aber unbegütert und verdient sich deshalb seinen Lebensunterhalt als fahrender Dichter und Sänger im Gebiet von Main und Odenwald.
Verachtung der Buchgelehrsamkeit; keine gelehrte Bildung, aber große
Belesenheit; ritterliches Standesbewusstsein. Eigenwillige Persönlichkeit;
Verwachsenheit von Dichtung und Leben; reine Menschlichkeit, Humor, Phantasie,
volkstümliche Züge. Bedeutende Wirkung auf die epische Dichtung
des 13.Jh. Sagenhaftes Weiterleben; von den Meistersingern zu den 12 alten Meistern gerechnet.
Wolfram ist in seinem Heimatort begraben, der sich heute nach ihm Wolframs-Eschenbach nennt; sein Grab war dort noch im 16. Jahrhundert bekannt.
Lieder (um 1200-05):
- 3 Minnelieder; in den herkömmlichen Bahnen des Minnesangs.
- 5 Tagelieder; Trennung der Liebenden bei Tagesanbruch; prächtige
Bilder, Realistik; Einführung der Figur des mahnenden Wächters.
Große Wirkung, Einfluss auf Walther von
der Vogelweide. Im 5. Lied Protest gegen die höfische Minneschwärmerei,
Lob der ehelichen Liebe.
Werke im Original
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