Meta Ritterhoff, geb. Siemer
Der Sohn von Mariechen Siemer, Heinz Schröder, der in Wildeshausen lebt, hat uns auf seine aus Wildeshausen ausgewanderten Vorfahren aufmerksam gemacht. Die Schwester seines Großvaters, Meta Siemer, ist ausgewandert.
Meta Siemer ist am 05.06.1859 in Wildeshausen geboren und 1885 mit 26 Jahren nach Amerika, Milwaukee (Wisconsin), ausgewandert. Dort heiratete sie am 11.07.1885 Diedrich Ritterhoff. Meta und Diedrich hatten vier Kinder: Elsie, Ben, Henry und Lilian. Elsie heiratete Emil Manke, mit dem sie einen Sohn, Burton Ralph, bekam. Burton Ralph wurde am 21.04.1923 geboren. Lilian heiratete Arthur Stuhmer.
Von den anderen ist nichts Näheres bekannt.
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| Fotografie der Familie Ritterhof aus dem Jahre 1925. Die Ziffern bezeichnen: Dietrich Ritterhoff (1), seine Frau Meta, geb. Siemer (2) und ihren Sohn Burton, geb. 1923 (3) |
Meta Siemer hatte einen Bruder in Deutschland, dessen Vorname wir nicht kennen. Dieser hatte eine Tochter, Mariechen Siemer. Sie stand im ständigen Kontakt mit ihrer Cousine Elsie Manke.
Meta Siemer hatte ein schweres Leiden, das sie 25 Jahre an den Rollstuhl fesselte.Dank ihres festen Glaubens und ihres Gottvertrauens schöpfte sie immer wieder neue Kraft im Leiden.
Bestattet wurde sie am 29.05., wahrscheinlich im Jahre 1935, in der Kapelle von Dobratz und Söhne.
Milwaukee ( Wisconsin )
Wisconsin wird als "Dachsstaat" bezeichnet. Der Name hat den Ursprung von den Indianern, die diesen Staat "Grasgrüner Platz" benannten. 1634 versuchte Jean Nicolet das Land zu erkunden. 1763 wurde er von England übernommen. Wisconsin, mit der Hauptstand Madison, ist ein Agrarland.
Die größte Stadt des Staates Wisconsin liegt am Westufer des Michigansees. Milwaukee hat (1975) 655.800, die städtische Agglomeration (Metropolitan Area) 1,4 Millionen Einwohner. Nach Chicago ist Milwaukee die bedeutendste Stadt am Michigansee mit einem großen Hafen.
Milwaukee ist 1845 aus dem Zusammenschluss verschiedener Siedlungen hervorgegangen, die im Mündungsbereich der drei im Stadtgebiet in den Michigansee einmündender Flüsse seit 1818 angelegt waren, und war von Anbeginn an das Handelszentrum eines großen landwirtschaftlichen Hinterlandes mit bedeutender Getreide- und Fleischproduktion.
Mit einem Plan, die Besiedlung des Westens zu fördern, gab die Regierung Millionen Morgen Land an die Eisenbahngesellschaften ab, deren Linien durch das ganze Territorium gebaut wurden. Die Eisenbahngesellschaften betrieben einen Werbe- Blitzkrieg, um den Menschen im Osten einzubläuen "Du brauchst eine Farm!" ... und Tausende stimmten zu. Sie trugen ihren Feldzug nach Europa, und Deutsche, Niederländer, Schweden, Norweger und Dänen reagierten begeistert.
1885 verhungerten inzwischen in Irland die Menschen; die politische Lage in Deutschland trieb die Leute außer Landes. Zwischen 1850 und 1890 trafen allein über New York mehr als 7 Millionen Menschen aus Europa ein!
Auf die deutsche Einwanderung geht zurück, dass Milwaukee sich zum Brauereizentrum der USA entwickelte. Unter den Industrien der Stadt, die 40% der Erwerbstätigen beschäftigten, führt heute der Maschinenbau; Traktoren, Motoren, Elektromotoren, schwere Elektromaschinen und Präzisionsinstrumente stehen im Produktionswert voran. Aber auch die Nahrungsmittel-, Lederwaren- und Bekleidungsindustrie besitzen große Bedeutung. Milwaukee ist im Übrigen ein reges kulturelles Zentrum mit Theatern, Symphonieorchester, Museen und höheren Bildungsstätten.
