E-Scooter & E-Roller im Test – was ist das und wie schreibt man es?

E-Scooter, E-Bikes und andere Elektro-Kleinstfahrzeuge werden insbesondere in Städten immer beliebter. Dies wirft die Frage auf, worin die Unterschiede liegen und worauf Fahrer rechtlich achten sollten. Auch erklären wir ob es einen Test zu den jeweiligen Fahrzeugen gibt.


E-Scooter im Test 

Xiaomi M365 E-Scooter
Xiaomi M365 E-Scooter

Die Elektromobilität schreitet voran, was sich auch in der Verbreitung von Elektro-Kleinstfahrzeugen zeigt. Immer beliebter werden E-Scooter. Es handelt sich um eine kleinere Art von Elektro-Fahrzeug, das eine Lücke zu den größeren Elektro-Rollern schließt. Scooter sind besonders wendig und meist preisgünstig in der Anschaffung. E-Scooter sind zur Bewältigung kurzer Strecken geeignet und lassen sich platzsparend zusammenfalten. Die Fahrzeuge benötigen keinen Parkplatz und zeichnen sich durch eine einfache Steuerung aus. Der Akku lässt sich innerhalb kurzer Zeit an der heimischen Steckdose aufladen. Aktuell (Januar 2019) haben die meisten E-Scooter keine Straßenzulassung. Es wird erwartet, dass E-Scooter im ersten Quartal 2019 durch die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) zulassungsfähig sind. In verschiedenen Tests wurden bereits die besten E-Scooter gekürt. Der Fach-Blog E-Scooter.org fasst die wichtigsten Testergebnisse zusammen. Mittlerweile sind die E-Scooter auch ein großes Thema in den Medien.


E-Roller – wo liegen Unterschiede?

E-Roller stellen eine vielseitige Kategorie unter den Elektro-Fahrzeugen dar. Es existieren Modelle für die Straße und für das Gelände. Von Bedeutung sind auch die unterschiedlichen Leistungsklassen und Höchstgeschwindigkeiten. Einige E-Roller sind gegenwärtig nicht für den Straßenverkehr zugelassen. In Abhängigkeit der Bauart, der Leistung und der Betriebsform können E-Roller rechtlich in verschiedene Kategorie fallen. Zu diesen Kategorien zählen Fahrrad mit Hilfsmotor (bei Tretunterstützung und einer Höchstgeschwindigkeiten bis 25 Stundenkilometern), Leichtmofa oder Kleinkraftrad (bei bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit bis 45 Stundenkilometern). Bei einer Einordnung als Kleinkraftrad ist mindestens eine Fahrerlaubnis der Klasse AM erforderlich. Bei Rollern mit einer Höchstgeschwindigkeit unter 20 Stundenkilometern entfällt die Helmpflicht.


E-Board – was ist das?

E-Boards stellen eine Art motorisiertes Skateboard dar. Das Fahren erfordert eine Verlagerung der Balance und des Körpergewichts. Dies erfordert ähnlich wie bei unmotorisierten Skateboards etwas Geschick. Links und rechts ist jeweils ein Rad angebracht, weshalb das E-Board rechtlich als mehrspuriges Fahrzeug gilt. Die typische Breite liegt zwischen 55 und 65 Zentimetern. Eine exakte Definition des E-Boards liegt in deutschen Verkehrsvorschriften noch nicht vor. Grundsätzlich gilt jedoch bei einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 6 Stundenkilometern die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV).


Hoverboard Unterschiede

Die Begriffe Hoverboard und E-Board finden in Produktbezeichnungen häufig eine synonyme Anwendung. Weitere Bezeichnungen umfassen Self-Balance-Board oder (im amerikanischen Raum) Mini-Segway. Das zweirädrige Brett wird durch Gewichtsverlagerung gesteuert und stellt eine Kombination aus Segway ohne Lenksäule sowie motorisiertem Waveboard dar. Die Bezeichnung stammt aus dem Film „Zurück in die Zukunft“, in dem sich das schwebende Board durch Gedankenkraft steuern lässt. Bei realen Hoverboards erfolgt die Steuerung durch die Bewegung des Nutzers in die gewünschte Richtung. Der elektrische Antrieb sorgt für die Balance, so lange der Fahrer das Gleichgewicht hält.


E-Bike – was ist das?

Das E-Bike stellt gemäß StVZO ein zweirädriges Kleinkraftrad ohne Tretunterstützung dar. In Abhängigkeit ihrer Höchstgeschwindigkeit sind sie rechtlich als Mofa oder Kleinkraftrad einzuordnen. Das E-Bike ist grundsätzlich vom Pedelec zu unterscheiden, das im Gegensatz zum reinen E-Bike über eine Tretunterstützung verfügt. E-Bikes unter 20 Stundenkilometern sind von der Helmpflicht befreit. Bei E-Bikes über 25 aber unter 45 Stundenkilometern handelt es sich nach der StVZO um Mofas (inklusive Helmpflicht). Übersteigt die Höchstgeschwindigkeit 45 Stundenkilometer, ist von einem Kleinkraftrad die Rede. Zum Bewegen ist in diesem Fall mindestens eine Fahrerlaubnis der Klasse AM erforderlich. Die Benutzung von Radwegen ist bei solchen E-Bikes nicht mehr erlaubt.


E-Scooter und die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV)

E-Scooter frei Verkehrsschild
Neues E-Scooter frei Verkehrsschild der eKFV

Bereits seit Jahren arbeitet die Bundesregierung an ihrer Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr (eKFV). Hierbei geht es um die Frage, ob und wie E-Scooter und andere Elektro-Kleinstfahrzeuge am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Die Art und Umsetzung der Regulierung sind noch umstritten, weshalb sich die Verordnung verzögert, wie aus Mitteilungen des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht. Ursprünglich war angedacht, die Verordnung Ende 2018 bis Anfang 2019 in Kraft treten zu lassen.

Es ist damit zu rechnen, dass für E-Scooter eine Versicherungspflicht, nicht jedoch eine Helmpflicht besteht. Letztere entfällt aufgrund der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde. Ähnlich wie Mopeds oder Motorroller sollen E-Scooter jedoch eine Versicherungs-Plakette tragen. Kritik kam unter anderem von Seiten des TÜV, der in bisherigen Entwürfen eine Überregulierung sieht. Gegenwärtig stehen die geforderte Versicherungspflicht sowie die Blinker in der Debatte. In den USA gehören E-Scooter in vielen Städten bereits zum Straßenbild und sind überaus beliebt:

E-Scooter & E-Roller im Test – was ist das und wie schreibt man es?
3.7 (73.33%) 3 Stimmen